Media Report (only in german): Hier sind Artikel gesammelt die in letzter Zeit in der Presse über Pheromone publiziert wurden. Sie geben einen Überblick was alles in den "Botenstoffen" steckt. | ||
Die Bunte: Düfte - die heimlichen Herzensbrecher Gerüche können Ihre Gefühle beherrschen "...Sicher ist: Jeder Mensch verströmt seinen ganz persönlichen Duft. Sex-mit Garantie: durch Pheromone "...Das Phänomen wurde in einer US-Studie natürlich auch schon wissenschaftlich untersucht." Riechen und Fühlen gehört zusammen: | ||
Der Stern: "... Bei Tieren kennt man sie schon länger - jetzt weiss man, dass auch das Verhalten des Menschen von kaum wahrnehmbaren Substanzen gesteuert wird. Wissenschaftler finden immer neue Beweise, dass diese in der Haut produzierten, meist geruchlosen Pheromone über Lust und Liebe, Sympathie und Sex entscheiden". "... Das Riechorgan erschnüffelt nicht nur betörendes Parfüm oder abstossenden Körpermief, es kann auch geheimnisvolle Lock- und Botenstoffe orten, die Pheromone. Sie steuern beim Menschen viele Emotionen, sexuelle Anziehung wie Partnerwahl. Obwohl sie meist geruchlos sind und nur in winzigsten Spuren durch die Luft schweben, bestimmen sie, wer uns sympathisch ist -und wer nicht. Sie stecken wie unsichtbare Kuppler hinter der Liebe auf den ersten Blick, die strenggenommen "Liebe auf den ersten Riecher" heissen müsste. Auch an den sprichwörtlichen Frühlingsgefühlen sind die erst in den letzten Jahren entdeckten "Botenstoffe" beteiligt. Wenn der Winter vorbei ist, Mantel und Mütze eingemottet sind und kein Schnupfen mehr die Nase verstopft, kommt ihre grosse Zeit. Ungehindert können die geheimen Verführer jetzt aus den DekolletÈ's entweichen. Ihre volle Wirkung entfalten sie, wenn sie in eine "fremde" Nase wehen und dort auf das "Vomeronasalorgan" treffen. Das nur einen Zentimeter lange Sinneswerkzeug haben die Forscher erst vor kurzem wiederendeckt. " Randvoll mit Pheromonen, so der Neurophysiologe Luis Monti-Bloch von der University of Utah in Salt Lake City, ist die vom Aussenrand der Nasenflügel zu den Mundwinkeln verlaufende Nasolabialfurche. Und genau in sie stossen beim Küssen die Nasenspitzen der Schmuser hinein. Professor Monti -Bloch: " Wahrscheinlich ist der Kuss ein Ritual, das vor allem dem Erschnüffeln von Pheromonen dient" "... Professor David Berliner, einer der Entdecker der geheimen Verführer, stuft das VNO gar als "unseren drittwichtigsten Sinn" ein." "... Denn die chemische Kommunikation spielt auch bei uns Menschen eine Schlüsselrolle."Das VNO reagiert blitzschnell auf jeden Pheromonhauch: Bereits nach einer zehntausendstel Sekunde sind physiologische Verändern messbar. Monti-Bloch: "Ein Beweis, dass vom VNO Nervenbahnen direkt zum Gehirn führen, denn nur sie können eine deart rasche Reaktion bewirken."Das bestätigt Psychologie-Prof. W. Langthaler: "Monti-Bloch habe klar bewiesen, dass das VNO über Reizleitungen mit dem Gehirn verbunden ist" Der winzige Detektor für die Lockstoffe in unserer Nase ist so empfindlich, dass viele hochmoderne Analysegeräte Mühe hatten, mitzuhalten. Die VNO der Versuchspersonen von Monti-Bloch sprachen bereits auf 30 Pikogramm Pheromon an - das sind 30 millionstel Teile eines milliardstel Milligramm." "... Berliner hat bisher fünf Millionen in die Forschung gesteckt. Das nötige Kleingeld verdient er mit seiner Parfümkreation". "... Die Essenz, als Herren- und Damenversion im Handel, scheint zu wirken, denn sie verkauft sich bestens"
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Die Berliner Zeitung schrieb: Botschaften, die durch die Nase gehen Erstmals Pheromone beim Menschen nachgewiesen Bestimmte Ausdünstungen, sogenannte Pheromone, spielen bei Tieren eine maþgebliche Rolle als Erkennungs-, Warn- oder Sexuallockstoffe. Ob auch Menschen über solche - stets unbewuþt wahrgenommenen - Botensubstanzen kommunizieren, war bislang unklar. Jetzt haben zwei US-Forscherinnen erstmals einen Beweis dafür geliefert, daþ es Stoffe gibt, die bestimmte Körpervorgänge anderer Personen beeinflussen können. In ihrer Untersuchung entnahmen Kathleen Stern und Martha McClintock vom Psychologischen Institut der Universität Chicago neun Frauen Schweiþproben aus dem Achselbereich und tupften diese anschlieþend 20 Probandinnen unter die Nase. Diese Prozedur wiederholten die Forscherinnen zwei Monate lang, einmal täglich bei jeder der Testpersonen. Wie die beiden Forscherinnen in der Fachzeitschrift "Nature" berichten, reagierten die 20 Frauen sehr unterschiedlich auf die Schweiþproben. Die Wirkung der Proben war offenbar davon abhängig, in welcher Phase des Menstruationszyklus sich die Spenderinnen befunden hatten: Proben von Frauen, bei denen der Eisprung kurz bevorstand, verkürzten den Menstruationszyklus der "Empfängerinnen" im Durchschnitt um 1,7 Tage. Stammte die Schweiþprobe jedoch vom Tag des Eisprungs, verlängerte sich der Zyklus der "Schnuppernden" im Mittel um 1,4 Tage. Offenbar bemerkten die Probandinnen nicht, worum es sich bei den Proben handelte: Sie nahmen nicht die Substanz selbst wahr, sondern nur das Lösungsmittel Alkohol. Vor 30 Jahren hatte McClintock bereits beobachtet, daþ sich die Monatszyklen von Zimmergenossinnen oder engen Freundinnen einander häufig angleichen. Aus ihrer jüngsten Studie schlieþt sie nun, daþ der weibliche Achselschweiþ zwei verschiedene Pheromone enthält, deren Menge im Verlauf des Menstruationszyklus schwankt. Für die Existenz menschlicher Pheromone spricht zudem die vor wenigen Jahren gemachte Entdeckung, daþ auch Menschen ein sogenanntes Vomeronasalorgan (VNO) besitzen. Das Organ liegt in der Nähe der Nase. Es dient den meisten Säugetieren zur Wahrnehmung von Pheromonen und ist an der Steuerung etlicher Körperfunktionen beteiligt. Angesichts der Fülle von Funktionen, die diese Botenstoffe in der Tierwelt haben, vermuten Stern und McClintock, daþ es weitere menschliche Pheromone gibt, die das soziale Verhalten beeinflussen. (stre.)
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